Die sechste Woche
Samstag ist mal wieder Hausarbeitstag, die Wäsche wartet. Die Webseite muss aktualisiert und der Reisenewsletter verschickt werden. Danach steht Extremcouching auf dem Plan.
Der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre. Die Sonne scheint, was in diesem Jahr recht selten ist. Das werden wir für einen Ausflug an die Westküste nutzen. Erst aber noch den sonntäglichen Videochat mit Uta und Rudi.
Gemütlich fahren wir an der Küste entlang und stoppen in Sagres. Der Wind weht kräftig und gefühlt ist es einige Grad kälter, als das Thermometer anzeigt. Leider ist das Gelände des Leuchtturms immer noch geschlossen, schade. Der berühmte Stand von “Letzte Bratwurst vor Amerika“ befindet sich noch bis zum 16. März 2026 im Winterurlaub. Bratwürste gibt es nur in der Saison.
Vom Cabo San Vicente fahren wir an der Küste entlang Richtung Aljezur, mit Abstechern an verschiedene Strände. Das kalte Wetter und Wasser kann einige Surfer nicht abhalten. Mit ihren Boards suchen sie die ideale Welle.
So langsam knurrt der Magen. Wir halten in Carrapateira an. Rund um die Markthalle gibt es einige Restaurants und Bars. Wir besuchen Micro Bistro Bar. Das Speisenangebot ist für portugiesische Verhältnisse ungewöhnlich. Es wird Wert auf biologische und lokale Zutaten gelegt. Das Essen ist sehr lecker.
Am Montag ist Markt in Silves. Hier ist es ein kombinierter Gypsy/Bauernmarkt, man bekommt also alles. Wir brauchen wieder einige Lebensmittel und fahren hin. Immer wieder schön zu sehen, wie viele Störche sich auch hier bei Silves angesiedelt haben.
Natürlich gibt es an unserem Lieblingsstand wieder eine Pause. In der Sonne sitzend werden die frisch aus der Pfanne kommenden Donuts verspeist.
Wetter ist immer ein Thema. Zu warm, zu kalt, zu nass, zu trocken, zu windig, keine Luftbewegung, die Liste kann beliebig erweitert werden. Das ist nicht nur für uns, sondern auch für die Portugiesen ein Thema. Deren Meinung, es ist zu kalt und zu nass. So sehen wir das auch. So lange Regenperioden hatten wir bei den vorherigen Urlauben noch nicht. Und auch die Tagestemperaturen waren höher. Zurzeit ist das Wetter hier wie in Deutschland im April. Regen, Nebel, dann kommt mal wieder die Sonne raus und dass bei Höchsttemperaturen von 14 Grad.
Grauer Himmel und Regen, da kann man nur in einem Einkaufszentrum shoppen gehen. Wir fahren nach Faro zum Algarve Shopping-Center. In diesem Shopping-Center besteht die Möglichkeit, Autos während des Einkaufs waschen zu lassen. Wir geben das Auto ab, in zwei Stunden kann das Auto wieder abgeholt werden. In den Einkaufszentren sind in vielen Fällen identische Geschäfte vertreten. Das ist wie in Deutschland.
Nach zwei Stunden klingelt das Handy, das Auto ist fertig. Innen- und Außenreinigung werden mit 40 Euro berechnet. Bevor wir uns wieder auf den Weg zurück nach Alvor machen, sehen wir uns im Auchan Supermarkt um. Ein riesiger Markt mit viel Platz zwischen den Regalen. Erstaunlicherweise ist die Auswahl der Waren geringer als erwartet. So landen nur wenige Teile im Einkaufswagen.
In der Cafeteria essen wir eine Kleinigkeit. Von den Preisen kann man in Deutschland nur träumen. Dieter isst Fischsuppe, die kostet immerhin 1,37 €. Bei mir gibt es einen Toast mit Schinken und Käse für 2,50 €. Das Brot hat die Größe von 4 Scheiben „normalem“ Toastbrot.
Leider hat sich das Wetter während des Einkaufsbummels nicht geändert. Die Heimfahrt findet im Regen statt.
Es ist wieder Donnerstag. Alle 14 Tage ist Stammtisch im Eden-Restaurant. Vorher wollen wir uns aber noch das Handballspiel zwischen Portugal und Deutschland ansehen. Etwas glücklich kann sich Deutschland durchsetzen. Mit 10 Minuten Verspätung treffen wir im Eden ein. Heute ist der Stammtisch nicht so stark besucht. Ca. 20 Teilnehmer finden sich ein. So wie wir haben auch noch andere Handball geschaut und kommen etwas später. Es gibt wieder gute Gespräche und der Nachmittag macht viel Spaß.