Die fünfte Woche
Dieters Erkältung ist immer noch nicht weg, aber er fühlt sich gut. Da steht einem Marktbesuch nichts im Wege.
Die Vorräte müssen wieder aufgefüllt werden. Das verbinden wir gerne mit einem Marktbesuch. Der Gypsie-Markt in Loule bietet sich an. Meistens sind die Parkplätze am Marktgelände gut belegt. Heute ist es anders, es sind noch jede Menge Parkplätze vorhanden. Ein ähnliches Bild auch auf dem Gelände, nur ca. ein Drittel der Verkaufsfläche ist mit Ständen belegt. Eine Folge des unbeständigen Wetters, da sind die Marktbeschicker auch etwas zurückhaltender. Der Rundgang schnell beendet.
Auf dem Weg zurück ins Apartment halten wir beim LIDL in Boliqueme an. Der Markt gefällt uns sehr gut. Viel Platz zwischen den Regalen, gut aufgeräumt und eine große Auswahl an Produkten.
Man sagt, eine Erkältung dauert mit Arzt 14 Tage, ohne Arzt zwei Wochen. So verhält sich Dieters Erkältung, die ist jetzt in der zweiten Woche.
Montags ist Markttag in Algoz. Der Markt soll einer der größten an der Algarve sein. Schon bei der Parkplatzsuche merkt man, das das stimmt. Wir brauchen mehr als 30 Minuten, bis ein Auto wegfährt und wir unseren Wagen abstellen können. Der Bummel kann beginnen. Viele Händler bieten ihre Waren an, anders als z. B. in Loule. Auf dem Weg an den Ständen vorbei, landet auch einiges in unserer Tasche. Unser Lieblingstand mit Fettgebackenem ist auch da, eine Pause wird eingelegt. Ein guter Abschluss des Marktbesuches.
Im Apartment ist es laut. In der Nachbarwohnung sind Bauarbeiten im Gange. Es hört sich an, als würden die Kacheln abgeschlagen. Hoffentlich dauert das nicht so lange. Bauarbeiten während des Aufenthaltes, das hatten wir bereits im letzten Jahr.
Am späteren Nachmittag klopft es. Ein Mitarbeiter der Hausverwaltung steht vor der Tür. Er teilt uns mit, dass im Nachbarapartment größere Umbauarbeiten gemacht werden, die länger dauern werden.
Er bot an, auf ein anderes Apartment auszuweichen. Die Mitarbeiter des Housekeepings würden beim Umräumen des Gepäckes helfen. Wir haben uns das Ausweichquartier angesehen. Gleich Größe, gleiche Ausstattung, im zweiten Stock und auf der anderen Seite des Gebäudes gelegen. Und auch ein Aufzug direkt vor der Tür. Wir nehmen das Angebot an und werden morgen früh umziehen. Vorher heißt es allerdings packen. Bekleidung in den Koffern verstauen, das ist das kleinste Problem. Inzwischen hat sich in der Küche schon wieder ein größerer Vorrat (Getränke, Lebensmittel, Gewürze, Waschmittel, etc.) angesammelt. Die Tüten stapeln sich. I
Am nächsten Morgen stehen vier Frauen vom Housekeeping vor der Tür, das Umzugsteam. Die Frauen bringen das gesamte Gepäck in das andere Apartment. Die Betten werden überzogen und zusammengeschoben, alles wie gehabt. Für uns heißt es jetzt, alles zurück in die Schränke. Dann ist der Umzug beendet. Hat länger gedauert, als gedacht.
Jeder Markt in der Umgebung ist anders und immer einen Bummel wert. Wir fahren zum Gypsiemarkt nach Quarteira. Heute sind mehr Händler da. Ein paar Andenken landen in der Tasche. Unser Lieblingsstand mit Fettgebackenem ist auch da, Zeit für eine Pause.
Auf dem Weg zurück zum Apartment wird noch ein Stopp beim Continente-Supermarkt eingelegt. Einige Kleinigkeiten fehlen immer.
Kriminalfall vor unserem Fenster
Von unserem Fenster aus sehen wir auf einen Platz, an dem sich Restaurants und Büros befinden.
Gestern, Donnerstag Nachmittag, schauen wir zufällig vom Balkon, wir sehen ein Polizeiauto und mehrere Polizisten, die auf dem Platz stehen und Fußgänger anweisen, wo sie den Platz überqueren können. Personen sitzen und warten. An verschiedenen Stellen auf dem Platz sind Blutspuren zu sehen.
Kurze Zeit später kommt ein weißer Kleintransporter, aus dem, so wie es aussieht, die Spurensicherung aussteigt. Also Leute in weißen Kunststoffanzügen, die Fotos machen und alles aufnehmen. Die von mir gemachten Fotos dürfen nicht veröffentlicht werden, "Its a crime szene" erzählt uns einer der 2 Kommissare, nachdem er uns herunter gewunken hat.
Heute steht in der Zeitung, dass es eine Auseinandersetzung gegeben hat und ein Mann niedergestochen wurde. Der Mann ist außer Lebensgefahr, der Täter wurde verhaftet.





