die dritte Woche

Regen, Regen, Regen. Kein Wetter für einen Sonntagsbummel über einen Flohmarkt. Dann verschieben wir den Ausflug eben auf einen anderen Tag. So viel Regen hatten wir bei unseren bisherigen Aufenthalten nicht. Da ein Regenschirm nicht praktisch ist, wenn ein Rollator oder Stock benutzt wird, kaufen wir uns für alle Fälle einen Regenponcho. Hoffen aber, ihn nicht benutzten zu müssen.

Dieses Jahr regnet es sehr viel an der Algarve. Es gibt Meldungen, dass nach 10 Jahren Dürre die Wasserspeicher (Dämme) inzwischen zu 77 % und 83 % gefüllt sind. Dabei kommt die Algarve bei den Wetterkapriolen noch gut weg. Schlimmer betroffen ist Andalusien und dort die Städte Malaga und Marbella. In Malaga soll es durch die Überschwemmung drei Tote gegeben haben. Wegen starker Schneefälle sind zahlreiche Straßen in der Sierra Nevada nur eingeschränkt befahrbar. Allerdings ist das Gebirge ein Paradies für Skifahrer. Mit einer Schneehöhe zwischen 70 cm und 100 cm ein Traum für alle, die Schnee mögen (wir nicht).

Montag, heute scheint die Sonne. Ein schöner Tag für einen Ausflug an die spanische Grenze. Wir wollen uns in Castro Marim und in Vila Real de Santo Antonio die dort ausgestellten Krippen/Weihnachtsmotive ansehen. Das sind von Alvor aus ca. 130 Kilometer zu fahren.

Wir beginnen in Vila Real de Santo Antonio. Auf einem Platz in der Nähe der Fußgängerzone gibt es einen freien Parkplatz. Die wahnsinnig teure Parkgebühr beträgt 1,50 €, ohne Zeiteinschränkung. Die Krippe ist im Kulturzentrum aufgebaut, das liegt in der Mitte der Fußgängerzone. Der Eintritt kostet 1 € pro Person. Man geht durch die Tür und ist in einer anderen Welt.

Auf einer Fläche von ca. 240 m2 sind aus 20 Tonnen Sand und 3000 kg Kork und ca 5000 handgefertigten Figuren Szenen aus dem ländlichen Portugal dargestellt. Der Aufbau dauert 40 Tage und es sind 2500 Arbeitsstunden notwendig. (Quelle https://www.algarve-entdecker.com

Man kann sich stundenlang die liebevoll aufgebauten Szenen, Brot wird gebacken, Hühner gefüttert, Obst- und Gemüse angebaut und auf dem Markt verkauft, auf jedem Stückchen gibt es was Neues zu entdecken. Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Die zweite Krippe, die wir uns ansehen, steht in Castro Marim im Casa do Sal. Eine sehr unterschiedliche Gestaltung der Krippe. Diese ist viel schlichter gehalten.

Zur Gestaltung werden 12 Tonnen Meersalz verwendet. Das Salz wird in Castro Marim auf Feldern, die mit Meerwasser geflutet werden, gewonnen. Kombiniert wird das Ganze mit Kork, Flechtarbeiten aus der Gegend und 1000 Figuren.

Dienstag, die letzten Einkäufe für Silvester sind getätigt.

Silvester. Den Abend bis Mitternacht werden wir im Restaurant Eden verbringen. Dort ist das Silvestermenü gebucht. Beginn ist 19.30 Uhr, das Essen soll um 23.30 Uhr beendet sein. Dann bleibt genügend Zeit, um das Feuerwerk zu sehen.

Als wir eintreffen, sind erst wenige Gäste da und wir können uns einen Tisch auswählen. Es wird ein Tisch für 2 Personen, am Fenster zur Terrasse. Wie sich im Laufe des Abends heraus stellt, ist das eine gute Wahl. Die Abstände zwischen den Tischen bzw. Stühlen ist teilweise sehr eng und die Kellner oder Gäste müssen sich durchdrängen.

Wir haben die Plätze eingenommen, da kommt schon der Kellner mit einem Glas Sekt, als Begrüßung vom Haus.

Den Gruß aus der Küche, eine Auster, habe ich umbestellt, es gibt eine gegrillte Garnele. Sonst am Menü keine Änderungen vorgenommen.

Die einzelnen Gänge wurden frisch zubereitet und waren alle sehr schmackhaft. Es fällt uns auf, dass die Pausen zwischen den Gängen etwas lang sind. Es ist bereits 23.30 Uhr, als bei uns der Fleischgang serviert wird. Allerdings wird bei einigen Gästen erst der Fischgang bzw. der „Magenputzer“ serviert. Da kann die Zeitplanung, spätestens um Mitternacht fertig zu sein, nicht aufgehen. Gegen 23.45 Uhr kommt einer der Kellner an den Tisch und bietet an, dass die Gäste das Restaurant verlassen und sich auf die Dachterrasse begeben können, um das Feuerwerk zu sehen. Die meisten nehmen das Angebot an. Sekt für Alle steht auf der Terrasse bereit. Pünktlich um 0.00 Uhr startet das Feuerwerk. Danach begeben sich die Gäste zurück ins Restaurant, das Dinner wird fortgesetzt. Bei uns fehlt nur noch der Nachtisch. Gegen 1 Uhr sind wir wieder im Apartment.

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